Klimaerwärmung
30.03.2023, 08:51 Uhr
Google.org stellt Klimawerkzeuge gegen Überhitzung der Städte vor
Mit neuen digitalen Werkzeugen versucht Google, Städten dabei zu helfen, Hitzeinseln zu
verhindern. Das Programm «Tree Canopy» kombiniert KI und Informationen aus Luftbildern, um den Nutzern
beispielsweise die Planung des Ausbaus von Grünflächen zu erleichtern.
Google will mit neuen digitalen Werkzeugen Städte und Gemeinden dabei
unterstützen, die negativen Folgen des Klimawandels abzumildern. Damit könne beispielsweise der Ausbau
von Grünflächen in Grossstädten erleichtert werden, teilte Google.org, die gemeinnützige Abteilung von
Google, am Mittwoch mit.
Mit dem Programm «Tree Canopy» (Baum-Baldachin) kombiniere man künstliche
Intelligenz und Informationen aus Luftbildern, damit Städte ihre Baumbestände einschätzen und deren
Bewirtschaftung besser planen könnten. Die Tools werden von Google.org kostenlos zur Verfügung gestellt.
Weltweit sollen die Baumbestände in 350 Städten ermittelt werden. «Tree Canopy»
sei Teil von Bemühungen, um Menschen und Städte bei der Anpassung an extreme Hitze zu unterstützen. Das
Spektrum reiche von der Verfolgung von Waldbränden mit Satellitenbildern über den Einsatz von
maschinellem Lernen bis hin zur Verbesserung der Genauigkeit von Hochwasserwarnungen, sagte
Google.org-Managerin Kate Brandt.
Verhinderung von Hitzeinseln
Städte suchten im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels nach Möglichkeiten,
«Hitzeinseln» zu verhindern, sagte Brandt. Eine Strategie zur Senkung der Temperaturen sei die Erhöhung
des Baumbestands in besonders betroffenen Gebieten. Das Land Berlin nutze bereits «Tree Canopy», um die
Nachhaltigkeitspolitik, das Umweltmanagement und die Stadtplanung zu unterstützen.
Eine weitere Strategie zur Bekämpfung von «Hitzeinseln» seien Konstruktionen,
welche die Innentemperaturen kühler halten – beispielsweise Dächer. «Kühldächer reflektieren das
Sonnenlicht und absorbieren weniger Wärme.» Die nun vorgestellten Tools seien in der Lage, das
Sonnenreflexionsvermögen von Städten zu kartieren, sodass Stadtplaner und Regierungen feststellen
könnten, welche Gebiete am meisten von Kühldächern profitieren würden.
Autor(in)
dpa
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